Glühbirnen als Sicherheitsrisiko

Das Internet der Dinge (IoT) stellt uns vor neue Herausforderungen.

Eine Forschergruppe aus Israel und Kanada hat einen Angriff auf smarte Philips-Glühbirnen vorgestellt, der sich liest als sei er direkt aus einem William-Gibson-Roman entsprungen. Eine infizierte Glühlampe hackt drahtlos benachbarte Birnen und verbreitet auf diesem Weg einen Firmware-Wurm der die Lampen wild flackern lässt oder sie zerstört – potenziell könnte sich der Schadcode so über eine ganze Stadt ausbreiten und alle smarten Glühbirnen übernehmen. Je mehr Birnen sich dicht beieinander befinden, desto schneller verbreitet sich der Wurm. In ihren Versuchen gelang es den Forschern smarte Lampen sowohl im Vorbeifahren mit dem Auto als auch im Vorbeiflug mit einer Drohne zu infizieren (Quelle und vollständiger Artikel: Heise.de).

Ein weiteres Problem, gerade bei billigen Geräten (oft aus China) ist, dass das Passwort in der Firmware festgeschrieben und nicht geändert werden kann.
Bei Test hat sich herausgestellt, dass die Daten in vielen Fällen komplett unverschlüsselt sind, sogar das von dem Nutzer verwendete WLAN-Passwort konnte ausgelesen werden.
Bedeutet, nach dem Wegwerfen sind die Daten immer noch auslesbar.

Um sich vor unberechtigtem Zugriff auf das Heimnetz zu schützen, sollten Nutzer zum einen in Betracht ziehen, zu einem teureren Premium-Modell zu greifen. In jedem Fall ist es aber ratsam, die IoT-Geräte in einem isolierten Subnetz oder einem Gastnetzwerk zu betreiben. Wenn möglich sollten Router und und smarte Gadgets passwortgeschützt werden.

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