Blockchain – Teil2

Blockchain – wie funktioniert das – Teil2

Wie funktioniert nun die Blockchain in der Praxis?
Person A möchte Person 100 Euro schicken. Dafür stehen beispielsweise verschiedene Kryptowährungen bereit, die auf das Blockchain-Konzept zurückgreifen.
Person A entscheidet sich für einer dieser Währungen und vollzieht damit die Überweisung des Geldes. Dieser Geldtransfer wird nun genau so in die Blockchain abgespeichert.
Die Blockchain selbst liegt aber nun nicht an einem speziellen Ort, sondern verteilt auf Abermillionen Rechner rund um die Welt.
Sogenannte Miner „schnüren“ dabei diese Blöcke, in dem sie ihre Rechenkraft zu Verfügung stellen. In solch einem von einem Miner kreierten Block steckt aber nun nicht nur die Geldtransaktion von A zu B drin, sondern beispielsweise auch wer wen gewählt hat, wer wen geheiratet hat, Aktiengeschäfte und vieles mehr.
Dieser erstelle Block wird anschließend mit einem Zeitstempel versiegelt und bezieht sich ab diesem Zeitpunkt auf den vorherigen erstellen Block. Die Blockchain hat damit ein neues Glied in die Kette aufgenommen. Würde ein böser Angreifer C nun die Geldtransaktion zwischen A und B manipulieren wollen, sodass das Geld nicht bei B, sondern bei C angekommen sein sollte.
Dann müsste dieser Angreifer nicht nur den Block „hacken“, in dem die Transaktion zwischen A und B gesichert ist, sondern alle anderen Blöcke auch, sprich die ganze Kette. Dies ist aber mit normaler Rechenkraft nicht möglich, sodass ein Blockchain als ziemlich sicher gilt.
Sicher ist sie die Blockchain und auch transparent. Doch möchte A überhaupt, dass jeder auf der Welt sehen kann, dass er B 100 Euro überwiesen hat? Wahrscheinlich nicht.
Zwar werden alle Transaktion transparent abgespeichert, wer aber die Teilnehmer dieser Transaktionen sind, das kann daher geheim bleiben. Dies ist beispielsweise bei der Kryptowährung Bitcoin der Fall. Jeder kann jederzeit ein virtuelles Konto eröffnen und von dort ganz anonym Bitcoins empfangen und senden.
Übrigens, es gibt –
Public Blockchain:
Diese ist so konzipiert, dass sie ohne Mittelsmann auskommt, in dem auf Peer-To-Peer-Transaktionen in einem dezentralisierten Netz aufgebaut wird. Vorteile sind eine erhöhte Sicherheit, Nachteile hingegen, dass die Sicherheit zu Lasten der Geschwindigkeit geht. Außerdem beinhalten öffentliche Blockchains viel Overhead.
Ein Beispiel für eine öffentliche Blockchain ist die Kryptowährung Bitcoin.
Private Blockchain:
Bei der privaten Blockchain existiert im Vergleich zur öffentlichen Blockchain ein Mittelsmann. Dieser schreibt und verifiziert jede Transaktion. Vorteile von solch einer privaten Blockchain ist eine größere Effizienz und damit auch eine schnellere Abwicklung der Transaktionen. Durch den Wegfall der Dezentralisierung entfällt aber auch ein gewisser Teil an Sicherheit. Insbesondere muss dem Mittelsmann vertraut werden. Private Blockchains findet man vor allem im geschäftlichen Bereich vor. Eine private Blockchain erstreckt sich im Normalfall nur im Netzwerk und auf den Rechnern der beteiligten Organisationen.
Der Fall aus Kanada, wo der Besitzer einer privaten Blockchain plötzlich verstorben ist und den Schlüssel mit ins Grab genommen hat, ist so ein Beispiel dafür.

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